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Wyandotte

Drei goldblau-gesäumte Wyandotten-Hennen

Steckbrief

  • Herkunftsland: USA
  • Farbschläge: schwarz, blau, weiß, weiß-schwarz-columbia, rebhuhnfarbig-gebändert, gelb, silberhalsig, goldhalsig, rot, schwarz-weiß-gescheckt, braun-porzellanfarbig, dunkel, gelb-schwarz-columbia, gestreift, goldblau-gesäumt, goldschwarz-gesäumt, goldweiß-gesäumt, silber-schwarzgesäumt
  • Eigenschaften: robust, freundlich, geeignet für Anfänger, wetterfest, zutraulich, zahm, brütet gerne
  • Gewicht Henne: 2,5 – 3,0 kg
  • Gewicht Hahn: 3,4 – 3,8 kg
  • Legeleistung: ca. 180 Eier / Jahr
  • Eiergewicht: 55 g
  • Eierschalenfarbe: je nach Farbschlag gelb bis dunkelbraun
  • Zwergform vorhanden: ja

Ursprung

Die Wyandotte stammt aus den USA, wobei sich der Name der Rasse vom Huronen-Indianerstamm ableitet, der sich selbst als Wyandot bezeichnet, das übersetzt „Inselbewohner“ bedeutet.
Die ersten Tiere wurden bereits ab dem Jahr 1865 gezüchtet, wobei mehrere Züchter beteiligt waren. Der Durchbruch gelang dann dem Züchter L. Whittaker in den 1870er-Jahren. Gekreuzt wurden hierfür Silber-Sebrights, Silber-Paduaner, Hamburg Silberlack Hühner sowie Brahmas und Cochins. Daraus entstand der erste silber-schwarz-gesäumte Farbschlag, welchem noch etwa 30 weitere folgten.
Zunächst hieß die Rasse „Amerikanischer Sebright“ bzw. „Sebright-Cochin“, jedoch folgte auf den Vorschlag des Züchters Frederick A. Houdlette die Umbenennung in „Wyandotte“. Die Rasse wurde schließlich 1883 anerkannt.

Haltung

Die Wyandotte ist eine sehr robuste und vitale Hühnerrasse, die sowohl schlechten Wetterbedingungen als auch Frost trotzt und selten erkrankt. Die Tiere sind zudem zutraulich, lebensfroh und stellen keine speziellen Ansprüche an ihre Haltung.

Platzbedarf und Gestaltung des Auslaufs

Die Wyandotte fliegt nicht gern, deshalb reicht eine niedrige Umzäunung für den Auslauf aus. Sie fühlt sich sowohl im Gehege als auch im unbegrenzten Freilauf wohl, vor allem wenn dieser abwechslungsreich mit Bäumen und Büschen gestaltet ist. In warmen Jahreszeiten bietet es sich jedoch an, den Tieren weiten Freilauf zu gewähren, da sie sich dann gut selbstversorgen können.

Futter

Es ist wichtig, dass Wyandotten nicht überfüttert werden. Sie können ansonsten schnell verfetten, wodurch ihre Wirtschaftsleistung beeinträchtigt wird. Durch ausreichend Freilauf in warmen Monaten etwa suchen sie ihr Futter auch gern selbst, erhalten so wichtige Nährstoffe und die Zufütterung kann eingeschränkt werden.

Goldblau-gesäumter Wyandotten-Hahn

Wirtschaftlichkeit und Legeleistung

Wyandotten sind ideale Zweinutzungshühner. Sie können für die Mast, aber auch als Legehühner gehalten werden. Bei den Eiern gibt es deutliche Schwankungen was Eigewicht und -farbe angeht, da dies je nach Farbschlag variiert. Durchschnittlich wiegen die Eier rund 55 g bei einer Legeleistung von etwa 180 Eiern im Jahr, wobei im Winter Legepause ist.

Küken

Wyandotten haben einen stark ausgeprägten Bruttrieb. Bei der Haltung muss deshalb darauf geachtet werden, dass die Hennen genug fressen und keine Gesundheitsschäden aufweisen. Die Bruteier eignen sich jedoch sowohl für den Brutkasten als auch für die Naturbrut. Die Hennen sind jedenfalls fürsorgliche Mütter, die sich um ihre Küken zuverlässig kümmern.

Farbschläge

Es gibt eine breite Vielfalt an Farbschlägen der Wyandotten. Der ursprüngliche Farbschlag ist der silber-schwarzgesäumte. Mittlerweile existieren über 30 verschiedene Varianten, darunter:

  • weiß
  • weiß-schwarz-columbia
  • silberhalsig
  • silber-schwarzgesäumt
  • schwarz
  • schwarz-weiß-gescheckt
  • rot
  • rebhuhnfarbig-gebändert
  • goldhalsig
  • goldweiß-gesäumt
  • goldschwarz-gesäumt
  • goldblau-gesäumt
  • gestreift
  • gelb
  • gelb-schwarz-columbia
  • dunkel
  • braun-porzellanfarbig
  • blau

Auch die Eierschalenfarbe variiert von gelb bis dunkelbraun.

Hahn und Henne unterscheiden sich durch Farbgebungen bei Kopf- und Halszeichnungen. Während die Mantelzeichnung bei der Henne bestehen bleibt, weist der Hahn in Kopf- und Halsbereich deutliche Unterschiede zum Mantelbehang auf. Was bei allen Farbschlägen einheitlich ist, sind die orangerote Augen und die gelben Läufe.

Züchter*innen

Zwerg-Wyandotte:
Mariano Zamorano
Nutztierarche Tripsrath
Annastr. 38
52511 Geilenkirchen
kontakt@nutztierarche-tripsrath.de
Tel.: 02451-4844474
www.nutztierarche-tripsrath.de

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Brahma

Steckbrief

  • Herkunftsland: USA
  • Farbschläge: weiß-schwarzcolumbia, gelb-schwarzcolumbia, gelb-blaucolumbia, blau, schwarz, silberfarbig-gebändert, blau-rebhuhnfarbig-gebändert, rebhuhnfarbig-gebändert, blau-silberfarbig-gebändert mit Orangerücken
  • Eigenschaften: wetterhart, robust, geeignet für Anfänger, zutraulich, ruhig, nicht stressresistent
  • Gewicht Henne: 3,0-4,5 kg
  • Gewicht Hahn: 3,5-5,0 kg
  • Legeleistung: ca. 140 Eier/Jahr
  • Eiergewicht: ca. 53 g
  • Eierschalenfarbe: gelbbraun bis gelbrot
  • Zwergform vorhanden: ja

Haltung

Verhalten

Brahma-Hühner gelten als ruhige und zurückhaltende Tiere. Trotzdem sind sie aktiv und lebhaft, vor allem, wenn ihnen eine große Freifläche zur Verfügung gestellt wird. Allgemein stellen Brahma-Hühner jedoch wenig Ansprüche an ihre Haltung und können auch auf kleineren Flächen gehalten werden. Geeignet ist diese robuste und wetterharte Rasse jedenfalls auch für Anfänger*innen. Eine Besonderheit dieser Tiere ist dennoch zu beachten: Brahma-Hühner sind nicht stressresistent und geraten schnell in Aufregung. Eine Haltung in einem Haushalt mit kleinen Kindern oder Hunden sollte daher gut durchdacht werden. Unter ruhigen Bedingungen können Brahma-Hühner schnell Vertrauen zu Menschen fassen, werden sogar handzahm und lassen sich streicheln.

Platzbedarf und Gestaltung des Auslaufs

Wie bereits erwähnt, stellt sich die Haltung von Brahmas als relativ einfach heraus. Die robuste Rasse fühlt sich sowohl auf im Verhältnis zu ihrer Größe kleinen Flächen als auch bei größerem Auslauf wohl. Selbstverständlich gilt auch hier: je mehr Platz desto besser. Bei ausreichend Freifläche sind die Brahma-Hühner fleißige Futtersucher. Zwar vertragen sich die Hühner untereinander recht gut, damit es unter Hähnen friedlich bleibt, sollten sie sich aber auch aus dem Weg gehen können.

Bei der Gestaltung des Freilaufs sollte auf genügend Versteckmöglichkeiten geachtet werden, in die sich die schreckhaften Tiere zurückziehen können. Um Stress zu vermeiden, sollten Halter*innen Stall und Auslauf an einer ruhigen Stelle platzieren und laufende Kinder davon fernhalten. Umzäunungen müssen bei Brahmas nicht sehr hoch geplant werden. Aufgrund ihres hohen Gewichtes gehören sie zu den eher flugunfähigen Rassen.

Brahmas werden als sehr wetterhart beschrieben und vertragen auch raue Wetterbedingungen gut. Zu achten ist jedoch darauf, dass die Hühner nicht zu lange auf matschigen und feuchten Böden stehen müssen. An ihren Federfüßen setzt sich nämlich rasch Schmutz wie Matsch oder Exkremente fest. Hygiene und regelmäßige Säuberungen von Stall und Auslauf sind bei dieser Rasse ganz besonders wichtig.

Futter

Bei großen Freiflächen und ausreichend Nahrungsquellen suchen sich Brahma-Hühner gerne selbst ihr Futter. Da die Rasse jedoch durch ihre besondere Größe ausgezeichnet ist, haben Brahma-Hühner einen hohen Nahrungsbedarf. Eine Zufütterung ist deshalb fast immer unerlässlich. Hier sollten die Halter*innen auf kräftiges Futter mit ausreichend Vitaminen und Mineralstoffen zurückgreifen. Besonders wichtig sind auch Proteine und Kalk, um die Funktion der großen Knochen zu unterstützen. Es sollte aber auch bedacht werden, dass Brahma-Hühner zu Verfettung neigen. Auslauf und damit Bewegungsmöglichkeiten können dem in Kombination mit einer richtigen Futterdosierung entgegenwirken.

Wirtschaftlichkeit und Legeleistung

Das Brahma-Huhn gilt zwar als Zweinutzungsrasse, besonders häufig wird es jedoch aufgrund des hochwertigen Fleisches gehalten. Brahma-Hühner wachsen zwar recht langsam, bringen mit ihrer enormen Größe und ihrem hohen Gewicht aber rasch eine große Fleischmenge. Die Legeleistung der Brahma-Hühner gilt im Vergleich zu anderen Rassen als mittelmäßig. Im ersten Jahr bringen Brahma-Hennen bis zu 140 Eier, wobei diese Zahl im nächsten Jahr ungefähr 100 beträgt. Die Eier sind mit ca. 53 Gramm in Anbetracht der Körpermasse der Riesenhühner eher klein. Ein Vergleich mit den Eiern anderer Rassen zeigt jedoch, dass diese Größe dem Durchschnitt entspricht. Die Eierschalen weisen eine gelbrote bis gelbbraune Färbung auf.

Küken

Brahma Küken

Brahma-Hennen verfügen über einen außerordentlichen Bruttrieb, womit eine Naturbrut möglich ist. Sie werden als verantwortungsvolle Mütter beschrieben, die sich zuverlässig um ihren Nachwuchs kümmern. Eine Nachzucht ist somit problemlos möglich. Zu achten ist darauf, dass die Küken nur langsam an Größe gewinnen und sich auch ihr Gefieder erst relativ spät ausbildet. Als Zeitpunkt für das Züchten des Nachwuchses sollte also das Frühjahr gewählt werden, damit die ersten Monate der spätreifen Küken in die warme Jahreszeit fallen. Die jungen Hennen dieser Rasse legen mit etwa 8 Monaten ihre ersten Eier. Wichtig ist sicherlich der Hinweis, dass in den letzten Jahren vermehrt eine Anfälligkeit der Brahma-Küken für die Mareksche Lähme bekannt wurde. Eine Impfung der Eintagsküken ist daher empfehlenswert.

Aussehen und Farbschläge

Brahma Hahn und Henne (Foto: Rudolf Haas)

Die ersten Brahma-Hühner, die aus Amerika nach Europa gebracht wurden, wiesen die Farben weiß-schwarzcolumbia und silberfarbig-gebändert auf. Damals wurden diese Farbschläge auch einfach als „hell“ und „dunkel“ bezeichnet. Seit den ersten Importen der Rasse gegen Ende des 19. Jahrhunderts hat sich die Farbpalette erweitert, so dass heute folgende Farbschläge in Deutschland als anerkannt gelten:

  • weiß-schwarzcolumbia
  • gelb-schwarzcolumbia
  • gelb-blaucolumbia
  • blau
  • schwarz
  • silberfarbig-gebändert
  • blau-rebhuhnfarbig-gebändert
  • rebhuhnfarbig-gebändert
  • blau-silberfarbig-gebändert mit Orangerücken

Charakteristisch für das Brahma-Huhn ist der große und massige Körper. Der breite und füllige Eindruck wird durch das prächtige Federkleid der Rasse verstärkt. Der kurze Rücken der Hühner führt direkt zu dem kurzen Schwanz. Die Flügel trägt das Brahma-Huhn nah am Körper. Besonders auffällig bei dieser Rasse sind außerdem die befiederten gelben Läufe, wobei sich die Befiederung bis hinunter zu den Zehen zieht. An diesem Merkmal können auch reinrassige Brahma-Hühner von Mischlingen unterschieden werden: Nur reinrassige Tiere weisen eine Befiederung der Mittelfußzehe und nicht nur der äußeren auf. Im Vergleich zu dem massig gebauten Körper der Rasse wirkt der Kopf recht klein. Der dreiteilige Erbsenkamm der Brahma-Hühner ist wie Ohr- und Kehllappen tiefrot gefärbt. Die Augen dagegen sind von orangeroter Farbe. Auffällig sind zudem die kräftigen Augenbrauen der Rasse.

Herkunft

Die Herkunft des Brahma-Huhns ist nicht eindeutig geklärt. Fest steht, dass diese Tiere in Nordamerika gezüchtet und um 1850 erstmals nach Europa exportiert wurden. Frühe Bezeichnungen für die Rasse waren „Shanghai“ und „Chittagong“. Ob die Hühner zunächst in Asien erzüchtet wurden oder erst in Amerika durch die Kreuzung von Chochin- und Malaien-Hühnern entstanden, ist unsicher. In der zweiten Hälfte des 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts galten Brahma-Hühner als Hauptfleischrasse in den USA. Die Beliebtheit der Rasse wurde an Europa weitergegeben: Besonders in England und Deutschland waren die Brahma-Hühner nach ihrem Import in Mode und weit verbreitet. Nach den beiden Weltkriegen verlor die Rasse etwas an Bedeutung. Heute gilt das Brahma-Huhn als größte Rasse Europas und erfreut sich bei Hühnerhalter*innen wieder größerer Beliebtheit.

Züchter*innen

Rudolf Haas
Gersdorfer Straße 22
8472 Straß
rudolf.haas70@gmx.at
Tel.: +43/(0)6645554836

Marina Längle
Hittisau
nurse_83@gmx.at
Tel.: 0664/1069725

Fam. Grundmeier
33397 Rietberg
Im Thüle 70
www.unser-kleiner-nutztierhof.de.tl

Hohle Hüentschi
Ursenbach
www.hohlehueentschi.com