H├╝hner schlachten

Ein weiterer Bestandteil der H├╝hnerhaltung ist die Schlachtung. Auch wer sich von Anfang an vornimmt, nie ein Huhn zu schlachten, wird sp├Ątestens nach der ersten Brut merken, dass eine Schlachtung nahezu unumg├Ąnglich ist. So kann etwa der Fall eintreten, dass bei der Brut zu viele H├Ąhne dabei sind, f├╝r die sich keine K├Ąufer*innen finden lassen. Eine L├Âsung ist, die ├╝berz├Ąhligen H├Ąhne zu schlachten, ansonsten w├╝rden sich die Tiere st├Ąndig bek├Ąmpfen.

Die folgende Zusammenfassung hat Georg Clasbrummel freundlicherweise zur Verf├╝gung gestellt. Darin thematisiert er die folgenden drei Punkte:

Das Schlachten

Das Huhn bzw. den Hahn mit einer Hand an den L├Ąufen (nicht zu tief) festhalten. Erst den einen, dann den anderen Fl├╝gel nehmen und die ├Ąu├čeren Schwungfedern mit in die ÔÇÜHaltehandÔÇś geben. Das Tier sollte gut fixiert sein, sodass die Schwungfedern nicht aus der Hand rutschen. Mit einem etwa daumendicken und eine Elle langen Stab dem Huhn ordentlich, aber nicht zu kr├Ąftig auf den Kopf schlagen, sodass es bet├Ąubt wird. Ein zu kr├Ąftiger Schlag t├Âtet das Tier, was wiederum nachteilig f├╝r das Ausbluten ist.

Das bewusstlose Tier mit dem Kropf auf den Hauklotz legen und durch einen kr├Ąftigen Schlag mit dem Beil den Kopf abtrennen. (H├Ąufig h├Ąngt der Kopf noch an einer Sehne oder einem St├╝ck Haut, das kann nach dem Ausbluten abgetrennt werden.) Unmittelbar nach dem Schlag f├Ąngt das Huhn an, heftig zu zucken, doch dies l├Ąsst bald nach und das Tier ist ausgeblutet.

Rupfen

Einen Eimer mit hei├čem Wasser (knapp 95 ┬░C) und etwas Sp├╝lmittel vorbereiten. Das Huhn ins Wasser tauchen und etwas bewegen, denn so l├Ąsst es sich leichter rupfen. Nach dem Rupfen werden die Haare geflammt und das Huhn in warmem Wasser (durchaus mit einem Spritzer Sp├╝lmittel) gewaschen und mit klarem Wasser abgesp├╝lt.

Ausnehmen

Das Huhn auf den R├╝cken legen und die Sehnen und B├Ąnder am Fersengelenk durchtrennen. Das ist an der Vorderseite relativ einfach, denn das Gelenk tritt bei gestreckten Beinen deutlich hervor. Etwas schwieriger ist es seitlich, dort bew├Ąhrt sich ein Schnitt schr├Ąg nach oben (etwa 45┬░ Winkel). Mit ein wenig Nacharbeit l├Ąsst sich der Lauf nach hinten biegen und so die Achillessehne durchtrennen.

Nun die Haut ├╝ber dem Kropf zwischen zwei Finger nehmen und etwas zwischen den Fingern reiben. Es soll sich nur die (d├╝nne!) Haut, nicht Teile des Kropfes, zwischen den Fingern befinden. Ein zarter Schnitt und die Haut l├Ąsst sich nach links und rechts aufrei├čen, um den Kropf freizulegen. Mit den Fingern unter den Kropf und den oberen Teil der Speiser├Âhre sowie Luftr├Âhre greifen und den abgetrennten Teil aus dem Hals ziehen. Speise- und Luftr├Âhre mit einer Hand greifen, mit der anderen das Tier fixieren, und mit kreisenden Bewegungen l├Âsen und herausziehen. Die Speiser├Âhre rei├čt meist in der N├Ąhe des Magens.

Etwa eine Fingerbreite unter dem Brustbein den Bauch aufschneiden. In die Bauchdecke anfangs nur ein kleines Loch schneiden, um nicht den Darm zu treffen. Mit zwei Fingern unter die Bauchdecke fahren und von innen (das Messer zwischen den beiden Fingern) zu den Seiten hin aufschneiden. Mit einer Hand durch die ├ľffnung nach vorn in den Rumpf greifen. Der Magen ist als etwas Gro├čes und Hartes zu ertasten. Magen und Leber (liegt direkt an) l├Âsen und herausziehen. Den Darm bis zum Enddarm hin l├Âsen (vor allem auch zum R├╝cken hin bis zur Kloake). Messer zwischen Schwanz und Kloake stechen und die Kloake zu einem Dreiviertel heraustrennen. Den Enddarm durch die ├ľffnung etwas nach au├čen ziehen und das letzte Viertel durchtrennen.

Die Galle anschlie├čend von der Leber trennen (von innen nach au├čen, also die Gef├Ą├če zuerst). Dabei werden kleine Teile der Leber zerst├Ârt, sodass die Leber nicht verg├Ąllt ist. Magenpforte und das Gegenst├╝ck keilf├Ârmig ausschneiden. Den Magen dann an einer d├╝nnen Seite auftrennen und spalten. Magenmuskel gut mit klarem Wasser waschen, Innereien und Huhn absp├╝len.

H├╝hner leben normalerweise sechs bis acht Jahre. Das ├Ąlteste Huhn der Welt wurde sogar rund 18 Jahre alt!

Mehr dazu

Wer noch mehr ├╝ber das Schlachten, Rupfen und Ausnehmen erfahren m├Âchte, dem ist das Buch ÔÇ×Gefl├╝gel und Kaninchen selbst schlachtenÔÇť* oder auch ÔÇ×Hausschlachten: Traditionelles Schlachten, Zerlegen, WurstenÔÇť* zu empfehlen.