Hühner-Giftpflanzen

Wenn Sie Ihre Hühner frei im Garten oder in einem Gehege herumlaufen lassen, sollten Sie auf die richtige Bepflanzung achten. Viele herkömmliche Pflanzen sind für Hühner giftig und können zu Krankheiten mit Langzeitschäden oder zum Tod führen. Da sie sehr gerne herumstreifen und nach Futter suchen, ist es besonders wichtig, vorsichtig zu sein und sich genau über Giftpflanzen zu informieren.

Breitwegerich

Der Breitwegerich ist eine weltweit verbreitete Pflanze, die an Wegen, Wegrändern und Wiesen wächst. Er blüht von Juni bis Oktober und wird bis zu 25 cm groß. Obwohl die meisten Teile des Breitwegerichs für den Menschen als Lebensmittel verwertbar sind oder bei Verletzungen und Krankheiten eine heilende Wirkung haben, ist er für Hühner giftig und sollte daher aus dem Gehege entfernt werden. Dabei ist es wichtig, gründlich zu sein, da die Wurzeln bis zu 80 cm tief in die Erde reichen können.

Efeu

Efeu ist eine schöne, immergrüne Pflanze, jedoch ebenfalls zu den Giftpflanzen für Hühner gehört. Seine Bestandteile enthalten Saponine, die auch für den Menschen giftig sind. Die Symptome sind Erbrechen, Krämpfe, Durchfall und Erregung. Blüht Efeu, sind die Beeren ebenfalls weder für Mensch noch Huhn zum Verzehr geeignet. Er verbreitet sich sehr schnell, weshalb er nicht in der Nähe des Hühnergeheges angebaut werden sollte.

Buchsbaum

Auch wenn der Buchsbaum von Hühnern aufgrund seiner harten Blätter weniger begehrt ist, ist es ebenfalls zu vermeiden, ihn in der Nähe zu lassen. Er kann bis zu 8 Metern hoch werden und ist, wie der Efeu, immergrün und stark giftig für Hühner.

Herbstzeitlose

Die Herbstzeitlose ist eine äußerst giftige Pflanze, die von Spätsommer bis Herbst blüht und zwischen 8 und 30 cm groß wird. Ungünstige Jahreszeiten werden nur von den unterirdischen Pflanzenteilen überdauert. Sie ist für Mensch und Huhn sehr giftig und kann zum Tod führen. Beim Pflücken von Bärlauch ist Vorsicht geboten, da ihm die Herbstzeitlose sehr ähnlich sieht.

Hundspetersilie

H. Zell / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Die Hundspetersilie ist ebenfalls stark giftig, wird bis zu ein Meter hoch und blüht von Juni bis Oktober. Sie wächst an Wegen, Äckern und Schuttplätzen und ist neben Hühnern auch für viele andere Tiere giftig. Symptome nach Aufnahme dieser Giftpflanze beinhalten Speichelfluss, Unlust zum Fressen, Magen- und Darmbeschwerden, fluktuierender Puls und sich langsam verbreitende Lähmungen.

Johanniskraut

Rosa-Maria Rinkl / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

Das bis zu 60 cm hohe Johanniskraut trägt goldgelbe Blüten, die von Juni bis September in Erscheinung treten. Es ist leicht giftig und kann nur bei Tieren wie Schafen, Pferden, Rindern und Kühen mit schweren Vergiftungen zum Tod führen. Es ist jedoch ebenfalls eine Vergiftung von Hühnern möglich und deshalb ein Fressen dieses zu den Giftpflanzen zählenden Gewächses unter allen Umständen zu vermeiden.

Maiglöckchen

Wie viele Pflanzen dieser Liste ist das Maiglöckchen nicht nur für Tiere, sondern auch für Menschen giftig und führt in wenigen Fällen auch zum Tod. Es trägt weiße, glockenförmige Blüten und blüht von Mai bis Juni. Die Pflanze ist als Zierpflanze für Gärten weit verbreitet, aber deshalb nicht weniger gefährlich. Mensch und Tier erleiden bei einer Vergiftung Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall, eine Verlangsamung des Herzschlages und Krämpfe.

Rhododendron

Die bunten, schönen Sträucher werden bis zu 5 Meter hoch, in ihrer natürlichen Umgebung sogar bis zu 12 Meter. Alle der vielfältigen Arten enthalten das Gift Andromedotoxin. Rhododendron ist damit für fast alle Tiere, einschließlich des Huhns, giftig. Die Vergiftung äußert sich in Magen- und Darmentzündungen, verstärktem Speichelfluss und Krämpfen. Oft kommt es später zu Lähmungen, die im Falle einer Atemlähmung fatal für das Tier enden können.

Schierling

Die Redewendung des „Schierlingsbechers″ kommt nicht von irgendwoher, sondern von dem starken Gift der Früchte und Wurzeln des Schierlings. Er blüht von Juni bis August und wird 1–2 Meter groß. Sein Gift ist nicht nur für antike Philosophen, sondern auch für Hühner giftig. Die Symptome ähneln denen des Gifts der Hundspetersilie: Speichelfluss, Unlust zum Fressen, fluktuierender Puls und sich langsam verbreitende Lähmungen, die bei einer Atemlähmung zum Tod führen.

Wolfsmilch

Michael Burgholzer / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0)

In Europa gibt es 40 Pflanzenarten der Gattung Wolfsmilch, die allesamt giftig sind. Sie werden zwischen 10 und 50 cm groß. Frische Pflanzen werden von Hühnern aufgrund ihres scharfen Geschmacks gemieden, Wolfsmilch ist jedoch im getrockneten Zustand immer noch giftig. Bei einer Vergiftung treten starke Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall bei Hühnern, ein Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, sowie blutiger Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen auf.

Weitere Giftpflanzen:

  • Ackerbohne
  • Adlerfarn
  • Adonisröschen
  • Begonie
  • Bilsenkraut
  • Buchsbaum
  • Carolina-Nachtschatten
  • Christuspalme
  • Christrose
  • Eibe
  • Farnkraut
  • Fingerhut
  • Ginster
  • Glockenbilsenkraut
  • Goldregen
  • Gundelrebe
  • Hortensie
  • Hyazinthe
  • Kanadische Blutwurz
  • Krauser Ampfer
  • Kornrade
  • Lein
  • Meerrettich
  • Nachtschatten (Schwarze Tollkirsche)
  • Nieswurz
  • Palmer-Fuchsschwanz
  • Rittersporn
  • Rosskastanie
  • Tulpe
  • Wandelröschen
  • Wasserschierling
  • Zaunrübe