Nahrungsaufnahme

Drei Hennen auf Futtersuche im Freilauf

Wie funktioniert die Nahrungsaufnahme unserer Haushühner? Die Nahrung der Tiere umfasst nicht nur natürliches Futter aus dem Auslauf, sondern auch Körnerfutter, das in Form von Weizen, Mais, Gerste oder Hafer zugefüttert wird.

Beim Fressen von Korn muss das Huhn den Kopf so positionieren, dass es dieses mit beiden Augen sehen kann. Gelingt das, stößt das Huhn mit dem Kopf zum Aufpicken zu.
Trifft das Huhn daneben, zieht es den Kopf wieder zurück, um das Korn erneut anzuvisieren.

Wichtig ist, dass der Schnabel seine natürliche Form beibehält. Bei Hühnern in Intensiv- oder Massentierhaltung wird oft der Oberschnabel gekürzt, um zu verhindern, dass sich die Tiere gegenseitig picken und dadurch ihr Federkleid verlieren oder im schlimmsten Fall sogar zu Kannibalismus übergehen. Doch dieses sogenannte Schnabelkupieren oder Schnabelkürzen, das für das Huhn zudem sehr schmerzhaft ist, behindert die natürliche Nahrungssuche. Das Huhn kann dann etwa keine Grashalme mehr zupfen und nur mehr mühevoll kleine Objekte aufpicken. In der biologischen Haltung ist das Schnabelkürzen illegal. Für eine artgerechte Haltung ist daher von dieser Praxis abzuraten.

Nach der Aufnahme gelangt das Futter in den Kropf, den körpereigenen Vorratsbehälter des Huhns. Dort wird die Nahrung zuerst aufgeweicht, bevor sie in den Drüsenmagen und anschließend in den Muskelmagen kommt. Dieser besteht aus zwei großen Muskelsträngen, die mithilfe von Grit (kleine Steinchen und Muschelschalenstücke) die Nahrung durchmischen und zerkleinern. Dieser Brei gelangt letztlich in den Darm, wo noch Nährstoffe und Wasser entzogen werden. Der Rest wird über die Kloake ausgeschieden.

Körner picken

Ob ein Huhn ein Korn aufpicken möchte oder nicht, hängt von dessen Größe ab. Das Huhn besitzt nämlich einen angeborenen Sinn, nur die Körner aufzupicken, die für den Schluckapparat eine geeignete Größe haben.

Mit der Zeit lernen Hühner durch Erfahrung, Neugier, Hunger oder das Beispiel eines anderen Huhnes, auch größere Körner, wie zum Beispiel Mais, aufzupicken. Haben sie das einmal gelernt, verzehren sie die größeren Körner sogar zuerst, wahrscheinlich um ein schnelleres Sättigungsgefühl zu erreichen.

Der Geschmack des Futters spielt keine große Rolle, denn der Geschmackssinn ist bei Hühnern nur schwach entwickelt. Im Gegenzug ist der Geruchssinn stärker ausgeprägt.

Beim Trinken taucht das Huhn den Schnabel tief ins Wasser. Mit gefülltem Schnabel schnellt der Kopf hoch und das Wasser rinnt die Kehle hinunter. Diesen Trinkvorgang führen vorzugsweise mehrere Hühner gleichzeitig und im selben Rhythmus aus.

Dieses Huhn lässt sich den Mais „schmecken“

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