Probleme mit Nachbar*innen

Der Garten von Nachbar*innen scheint für Hühner immer einen besonders großen Reiz darzustellen. Dies frustriert nicht nur die Hühnerhalter*innen, wenn sie sich auf die Suche nach den entlaufenen Hühnern begeben müssen. Daraus können auch teils ernsthafte Probleme in der Nachbarschaft resultieren.

Aus diesem Grund bieten sich Rassen an, die schlecht fliegen können, oder gar flugunfähige Hühnerrassen. Doch meist sind die Hühner schon zu Hause eingezogen und diese Möglichkeit steht nicht mehr zur Verfügung.

Eine andere wirksame Möglichkeit ist das Überspannen des Auslaufes mit einem Netz. So können die Hühner nicht mehr hinaus, aber auch fremde Vögel nicht mehr hinein. Vor allem im Winter, wenn es an Nahrung mangelt, kommen gern manche Vögel herbei, um sich am Hühnerfutter zu bedienen. Daher ist es auch sinnvoll, das Hühnerfutter stets im Stall zu bewahren. Doch nicht nur vor Futterdieben sind die Hühner mit einem Netz besser geschützt. Insbesondere am Stadtrand kommt es oft zu Übergriffen durch Greifvögel. Ein Geflügelnetz hilft garantiert dabei, Habicht und co. fernzuhalten.

Wenn das Aufspannen eines Netzes wegen der Auslaufgröße nicht möglich oder mit zu viel Aufwand verbunden ist, bietet es sich an, die Flügel Ihrer Hühner zu stutzen
Bei richtiger Ausführung funktioniert dies schnell und einfach und ist auch für die Hühner schmerzfrei.

Geruchs- und Lärmbelästigung

Bei geruchsempfindlichen Nachbar*innen empfiehlt es sich, den Hühnerstall öfter auszumisten. Eine regelmäßige und gründliche Reinigung von Futter- und Wasserspender sowie der restlichen Stalleinrichtung kann einer zu starken Geruchsentwicklung entgegenwirken. Sollten sich Nachbar*innen über unangenehme Gerüche beschweren, hilft es vor allem bei kleineren Ausläufen, den Hühnerkot einzeln einzusammeln oder die Anzahl der Hühner zu reduzieren.

Problematischer ist jedoch der von Hühnern produzierte Lärm. Die Haltung eines Hahns in der Stadt ist somit nur begrenzt möglich und auch nicht sehr empfehlenswert. Wer dennoch nicht auf einen Hahn verzichten möchte, muss den Hühnerstall unbedingt gut auf Schall isolieren. Zusätzlich darf der Hahn erst nach Ende der Nachtruhe aus dem Stall gelassen werden. Allerdings kann der Hahn auch tagsüber zu einer Lärmbelästigung werden. Hühner sind in der Stadt nicht geläufig, daher kann ein zu lautes und zu häufiges Gekrähe eine für die Nachbarschaft unzumutbare Lärmbelästigung darstellen. Im schlimmsten Fall drohen gerichtliche Folgen mit einem erteilten Verbot der Hühnerhaltung.

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