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Altenglischer Kämpfer

4028mdk09 / CC BY-SA (https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0)

Steckbrief

  • Herkunftsland: England
  • Farbschläge: goldhalsig; gold-weizenfarbig; rotgesattelt; rotgesattelt-weizenfarbig; silber-weizenfarbig; blau-weizenfarbig; rebhuhnfarbig mit weißen Federspitzen (Bunt); blau-goldhalsig; silberhalsig; silberhalsig mit Orangerücken; blau-silberhalsig; blau-silberhalsig mit Orangerücken; orangebrüstig; blau-orangebrüstig; birkenfarbig; blau-birkenfarbig; blau mit und ohne Saum; weiß; schwarz; schwarz-weißgescheckt; gesperbert
  • Eigenschaften: robust, muskulös, kämpferisch, beweglich, unkompliziert, widerstandsfähig
  • Gewicht Henne: 1,75–2,5 kg
  • Gewicht Hahn: 2,0–3,0 kg
  • Legeleistung: ca. 120 Eier/Jahr
  • Eiergewicht: ca. 50 g
  • Eierschalenfarbe: weiß bis gelblich
  • Zwergform vorhanden: ja

Haltung

Verhalten

Der Altenglische Kämpfer ist ein 1850 in England aus römischen Kampfhühnern gezüchtetes Huhn. Er wurde ausschließlich für Hahnenkämpfe gezüchtet. Daher ist er sehr kampfeslustig und aktiv. Außerdem zeichnen sich Altenglische Kämpfer durch ihre Kraft, Lautstärke und Robustheit aus. Sie widerstehen harten Umweltbedingungen bestens und sind in der Haltung unkompliziert. Es ist sehr wichtig, erwachsene Hähne zu trennen, da diese sonst bis zum bitteren Ende kämpfen. Die Hennen sind ebenfalls sehr kampfeslustig, weshalb Änderungen am Stamm (der Gruppenzusammensetzung) vermieden werden sollten.

Platzbedarf und Gestaltung des Auslaufs

Altenglische Kämpfer sind sehr aktive Kampfhühner und sollten daher mit freiem Wiesenauslauf gehalten werden. Sie fühlen sich im Gehege nicht besonders wohl. Zudem unterstützt die Bewegung die Bildung der Brustmuskulatur. Bei der Umzäunung sollte berücksichtigt werden, dass sie ungefähr zwei Meter hoch fliegen können.

Futter

Beim Futter ist der Altenglische Kämpfer ebenfalls sehr unkompliziert und genügsam, da er sich sein Futter selbst sucht. Bei der Zwergform sollte man besonders auf den Auslauf und die Zufütterung achten, da sie bei Überfütterung leicht zur Verfettung neigt.

Wirtschaftlichkeit und Legeleistung

Da das Huhn ursprünglich für den Hahnenkampf gezüchtet wurde und immer noch ein Kampfhuhn ist, fällt der Eiertrag recht mager aus. Im Jahr kommt man auf ungefähr 120 Eier. Der Fleischertrag ist im Vergleich zur Legeleistung und der Körpergroße jedoch gut.

Küken

Die Hennen sind zuverlässige Brüterinnen und auch sehr fürsorgliche Glucken. Die Küken reifen langsam heran. Sie sind von klein an schon sehr kämpferisch veranlagt.

Aussehen und Farbschläge

Der Altenglische Kämpfer ist landhuhnartig und sehr muskulös. Er hat eine mittelhohe Stellung, einen breiten Stand und festes Gefieder. Damit ist er das ideale Kampfhuhn. Charakteristisch ist der Beinwinkel zwischen Lauf und Unterschenkel. Die Rasse ist einfachkämmig, wobei in England oft die Kämme und Kehllappen kupiert werden.

Folgende Farbschläge sind anerkannt:

  • goldhalsig
  • gold-weizenfarbig
  • rotgesattelt
  • rotgesattelt-weizenfarbig
  • silber-weizenfarbig
  • blau-weizenfarbig
  • rebhuhnfarbig mit weißen Federspitzen (Bunt)
  • blau-goldhalsig
  • silberhalsig
  • silberhalsig mit Orangerücken
  • blau-silberhalsig
  • blau-silberhalsig mit Orangerücken
  • orangebrüstig
  • blau-orangebrüstig
  • birkenfarbig
  • blau-birkenfarbig
  • blau mit und ohne Saum
  • weiß
  • schwarz
  • schwarz-weißgescheckt
  • gesperbert

Herkunft

Wie oben schon erwähnt, wurde der Altenglische Kämpfer im 19. Jahrhundert in England von römischen Kampfhühnern gezüchtet. Damit sind sie eine der ältesten Kampfhuhnrassen der Welt. Für die Kämpfe wurden damals Kamm und Kehllappen entfernt, um ein aggressiveres Aussehen zu erreichen, dadurch konnte man ebenfalls Verletzungen bei den Kämpfen vermeiden. Dies wurde „Dubbing“ genannt.

In den 1930er Jahren wurde der englische Zuchtverein „Old English Game Club“ in zwei Gruppen geteilt, sodass es heute zwei Arten von Altenenglischen Kämpfern gibt: Carlisle und Oxford. Die Carlisle-Variante ist in 13 verschiedenen Farbenschlägen zu finden, während es die Oxford-Variante in 30 verschiedenen Farbenschlägen gibt.

Züchter*innen

Jens Dopheide
Landmannstr. 12, 33790 Halle/Westf.
Tel.: 05201/5799
jens.dopheide@t-online.de

Weitere Informationen auf kampfhuehner.de

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blau-goldhalsig Deutschland Eier goldhalsig Niederlande orangehalsig rotgesattelt silberhalsig

Kraienkopp

Steckbrief

  • Herkunftsland: Deutschland, Niederlande
  • Farbschläge: silberhalsig, goldhalsig, orangehalsig, blau-goldhalsig, rotgesattelt
  • Eigenschaften: robust, temperamentvoll, zutraulich, frühreif, gute Flugfähigkeit
  • Gewicht Henne: 1,75-2,5 kg
  • Gewicht Hahn: 2,5-3,0 kg
  • Legeleistung: ca. 200 Eier/Jahr
  • Eiergewicht: ca. 55 g
  • Eierschalenfarbe: weiß
  • Zwergform vorhanden: ja

Haltung

Verhalten

Kraienkopp-Hühner sind widerstandsfähige und legefreudige Landhühner. Sie haben ein stolzes und temperamentvollen Auftreten. Damit erinnern sie an typische Kämpfer, auch wenn sie selbst keiner reinen Kämpferrasse angehören. Von ihren Kämpfer-Vorfahren haben sie jedoch das selbstbewusste Verhalten geerbt. So sind Kraienköppe zwar meist ruhig und ausgeglichen. Doch besonders unter Hähnen brechen schnell Konflikte aus. Aufgrund dieses häufig aggressiven Charakters sollte stets nur ein Männchen innerhalb einer Herde gehalten werden.

Die Tiere dieser Rasse sind außerdem sehr neugierig. Sie fassen teilweise schnell Vertrauen zu ihren Halter*innen. Obwohl sie aber zutraulich werden können, sind Kraienköppe keinesfalls Schoßhühner und keine idealen Familientiere. Glauben die Hühner, eine Gefahr entdeckt zu haben, stellen sie sich dieser mutig entgegen. Besonders die Hähne sind schnell verteidigungs- und kampfbereit. Neben ihrer guten Legeleistung macht die Kraienköppe auch ihr hübsches Aussehen bei Züchter*innen und Hobbyhalter*innen beliebt.

Platzbedarf und Gestaltung des Auslaufs

Stehen Kraienköppen große Freiflächen und viel Auslauf zur Verfügung, ist die Grundvoraussetzung für die Haltung dieser Rasse erfüllt. Ansonsten stellen die Tiere kaum besondere Ansprüche an ihre Haltung und fühlen sich schnell wohl. Als typische Landhühner haben Kraienköppen viele Verhaltensweisen von ihren Vorfahren behalten. So freuen sie sich über naturnahe Haltungsbedingungen und gehen selbst fleißig auf Futtersuche. Geeignet ist diese Hühnerrasse daher für Halter*innen mit großen Flächen oder einem gut abgesicherten umfangreichen Gehege. Kraienköppe weisen eine gute Flugfähigkeit auf. Deshalb sollten Besitzer*innen auf eine ausreichend hohe Umzäunung achten. Die aktive und robuste Rasse ist gut an raue klimatische Bedingungen angepasst. Die Hühner verlassen daher auch in der kalten Jahreszeit ihren Stall. Sie lassen sich als überaus winterhart beschreiben. So legen die Hennen auch im Winter bei Schnee und Frost frische Eier.

Futter

Wie bereits erwähnt, gehen Kraienköppe in ihrem Freilauf eigenständig auf Nahrungssuche. Stehen auf ihrer Fläche ausreichend Nahrungsquellen zur Verfügung, ist eine Zufütterung nur eingeschränkt notwendig. Der geringe Bedarf an gekauftem Futter trägt gemeinsam mit der umfangreichen Eierproduktion zu einer hohen Wirtschaftlichkeit bei. Bei der Wahl des Futters gibt es im Vergleich zu anderen Hühnerrassen nichts Spezifisches zu beachten.

Wirtschaftlichkeit und Legeleistung

Kraienköppe gelten als pflegeleichte Hühner, die neben ihrem ansprechenden Äußeren mit einem guten wirtschaftlichen Nutzen überzeugen. So werden die Tiere dieser Rasse häufig zur Eierproduktion gehalten. Als frühreife Rasse legen junge Kraienkopp-Hennen bald ihre ersten Eier und zeigen im ersten Legejahr eine Leistung von etwa 200 Eiern. Die Eier haben eine weiße Schalenfarbe und ein Gewicht von ungefähr 55 Gramm. Zudem können sich Halter*innen dieser Rasse das ganze Jahr hindurch über Eier freuen. Ursprünglich wurden Kraienköppe vermutlich für Hahnenkämpfe gezüchtet. Heute werden sie gerne auch für Ausstellungen eingesetzt, da ihr stolzes Auftreten und der üppig befiederte Körper sehr beliebt sind. Für die Fleischproduktion ist diese Rasse nicht von Bedeutung.

Küken

Ebenso wie an die Haltung stellen Kraienköppe wenig Ansprüche an die Zucht. So gestaltet sich die Aufzucht der Küken recht einfach. Der Nachwuchs ist schnell robust und lebhaft. Zudem gelten die Kleinen als frohwüchsig und legen schnell an Gewicht zu. Schneller als andere Rassen sind Kraienkopp-Küken ausgewachsen. Die Hennen beginnen bald mit dem Eierlegen.

Aussehen und Farbschläge

Kraienkopp-Hühner lassen sich in verschiedenen Farbschlägen finden. Während der silberhalsige und goldhalsige Typ am weitesten verbreitet sind, gelten die anderen Färbungen eher als selten. Rotgesattelte Kraienköppe sind erst seit Kurzem in Deutschland anerkannt. Züchter*innen arbeiten ständig an der Erzüchtung weiterer Färbungen. Folgende Farbschläge gelten derzeit in Deutschland als zugelassen:

  • silberhalsig
  • goldhalsig
  • orangehalsig
  • blau-goldhalsig
  • rotgesattelt

Kraienkopp-Hühner vereinen Merkmale des Kampf- sowie Landhuhnes. So entsprechen die muskulöse Brust und der aufrechte Gang dem Kampfhuhntyp. Den langgezogenen und zierlichen Körperbau sowie die üppige Schwanzbefiederung hat die Rasse jedoch von den Landhühnern bewahrt. Zudem tragen Kraienköppe ihre Flügel knapp am Körper und zeigen breite Schultern. Charakteristisch ist auch die besondere Kopfform dieser Rasse, die Ähnlichkeit mit jener von Krähen aufweist. Eventuell hat dies zur Bezeichnung „Kraienkopp“ beigetragen.

Der Kamm der Tiere ist bei den Hennen kaum ausgebildet und auch bei den Hähnen recht unscheinbar. Er weist die Form einer kleinen Halbkugel auf und besitzt eine mit Warzen bedeckte Oberfläche. Die rote Färbung dieses Kammes zieht sich hinunter bis zu den kleinen Ohr- und Kehllappen. Gerade die schwache Ausprägung der Kopfanhängsel macht diese Tiere winterhart und frostbeständig. Auffällig sind zudem die orangerote Färbung der Augen und die intensive Gelbfärbung des kurzen, aber kräftigen Schnabels. Auch die Läufe weisen einen gelben Farbton auf.

Herkunft

Erzüchtet wurde die Rasse der Kraienköppe Mitte des 19. Jahrhunderts in der Region um Bentheim sowie in jener um Enschede, also in angrenzenden Gebieten auf beiden Seiten der niederländisch-deutschen Grenze. Als Ausgangspunkt wählten die Züchter*innen Malaien, Leghorns und Belgische Kämpfer, die mit verschiedenen Landhühnern gekreuzt wurden. Ziel war zunächst wohl die Züchtung einer reinen Kampfhuhnrasse, die in den gerade gegen Ende des 19. Jahrhunderts beliebten Hahnenkämpfen Einsatz fand. In den 1880er-Jahren wurde diese Rasse schließlich erstmals auf einer Ausstellung präsentiert.

Schon früh sollten Kraienköppe jedoch von schön anzusehenden und erfolgreichen Kampfhühnern zu wirtschaftlicheren Tieren gemacht werden. Vor allem die Hühner des silberhalsigen Farbschlags wurden durch gezielte Selektion und Kreuzungen zu guten Legehühnern gezüchtet. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert entstanden dann der Sonderverein der Kraienköppe sowie eine Zuchtgemeinschaft. Heute gelten die ehemaligen Kämpfer als legefreudige und überaus wirtschaftliche Hühner. Sie sind nicht nur auf Ausstellungen, sondern auch bei Hobbyhalter*innen beliebt.

Züchter*innen

Sonderverein der Züchter der Kraienköppe und Zwerg-Kraienköppe: http://www.kraienkoeppe.de/