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Italiener

Steckbrief

  • Herkunftsland: Italien
  • Farbschläge: sehr viele verschiedene, z.B. rebhuhnhalsig, goldfarben, silberfarben, schwarz, schwarz-weißgescheckt, gelb, gestreift, kennfarbig, blau-rebhuhnhalsig, blau-goldfarbig, orangehalsig, perlgrau-orangehalsig, rotgesattelt, rot, blau, weiß, weiß-schwarzcolumbia, goldbraun-porzellanfarbig, blau-weißgescheckt, gold-schwarzgesäumt, gold-blaugesäumt, gold-weißgesäumt
  • Eigenschaften: robust, wetterunempfindlich, zutraulich, schreckhaft, gute Flugfähigkeit
  • Gewicht Henne: 1,75-2,5 kg
  • Gewicht Hahn: 2,25-3 kg
  • Legeleistung: ca. 190-200 Eier/Jahr
  • Eiergewicht: ca. 55 g
  • Eierschalenfarbe: weiß
  • Zwergform vorhanden: ja

Haltung

Verhalten

Italiener-Hühner wirken mit ihrer aufrechten Haltung sehr anmutig und sind gleichzeitig sehr robust. Die Tiere sind höchst aktiv, bewegungsfreudig und fast immer unterwegs im Freilauf. Teilweise können sie eher schreckhaft sein und flüchten schnell vor vermeintlichen Gefahren. Das macht ihren Charakter z.B. für Kinder eventuell nicht so angenehm. Zudem ist bei den Hähnen meist ein ausgeprägter Beschützerinstinkt zu erkennen, sodass er die Hennen auch gegenüber Menschen teilweise heftig verteidigt.

Nehmen sich Besitzer*innen genügend Zeit und wenden einiges an Geduld auf, können die Italiener aber durchaus auch recht zutraulich werden. Für Familien mit Kindern sind sie dennoch nicht unbedingt zu empfehlen. Alle anderen Halter*innen werden sich aber über die vielen hübschen Farbschläge und die gute Legeleistung freuen. Wer außerdem nach einem unkomplizierten, bewährten und schnell zufriedenen Huhn sucht, wird hier fündig werden.

Platzbedarf und Gestaltung des Auslaufs

Manchmal wird gemeint, die unkomplizierten Italiener-Hühner könnten auch gut im Stall gehalten werden. Fest steht aber, dass sie sich mit ihrem ausgeprägten Bewegungsdrang am wohlsten fühlen, wenn sie sich im Freien bewegen und scharren können. Daher sollte den Tieren ausreichend Auslauf gewährt werden. Italiener sind zudem sehr wetterunempfindlich und robust. Auch bei Schlechtwetter können sie draußen bleiben und halten verschiedenste klimatische Verhältnisse aus.

Wenn andere Rassen im Winter Legepause machen, produzieren die Italiener-Hennen trotzdem fleißig weiter ihre Eier. Auch wenn diese Rasse also sehr widerstandsfähig ist, sollte immer an einen trockenen Unterstand oder Zugang zum Stall gedacht werden, wenn die Tiere draußen sind. Viele Halter*innen sorgen überhaupt dafür, dass die Hühner in der Nacht in den sicheren Stall kommen. So legen sie ihre Eier in die dafür vorgesehenen Nester und schlafen auch nicht auf Bäumen. Italiener sind nämlich für ihre relativ gute Flugfähigkeit bekannt. Nicht selten flattern sie auch auf Bäume, sodass der Zaun des Freilaufs ausreichend hoch sein muss.

Futter

Italiener sind fleißige Futtersucher, die gerne im Freilauf unterwegs sind. Auf diese Weise sammeln sie sich den Großteil ihrer Nahrung selbst und machen auch noch Bewegung. Dies ist gut, da es einer Verfettung vorbeugt, zu der Hühner dieser Rasse neigen. Eine solche hätte eine schlechtere Legeleistung zur Folge. Daher hat es sich bewährt, zusätzlich zu der selbst gesammelten Nahrung ein wenig Futter bereitzustellen, beispielsweise Legemehl. Dadurch kann gewährleistet werden, dass alle notwendigen Nährstoffe für die hohe Eierproduktion vorhanden sind.

Wirtschaftlichkeit und Legeleistung

Italiener sind eine gute alte Nutztierrasse. Mit bis zu 200 gelegten Eiern pro Jahr handelt es sich um eine typische Legerasse. In Bezug auf die Legeleistung sind Italiener damit ganz vorne mit dabei. Vor allem nimmt die Legeleistung im Vergleich zu anderen Rassen nicht schnell ab und die Hennen legen auch im Winter weiter. Beliebt sind sie auch aufgrund ihrer Robustheit und den niedrigen Ansprüchen an ihre Haltung. Auch, dass sie gute Futterverwerter sind, macht sie zu sehr wirtschaftlichen Hühnern. Italiener besitzen darüber hinaus eine recht hohe Körpermasse, sodass sie durchaus auch als Suppenhühner geschätzt werden.

Küken

Italiener-Hennen zeigen keinen hohen Brutdrang und genießen auch nicht unbedingt einen Ruf als gute Mütter. Wer gerne Küken möchte, sollte also eher auf Kunstbrut ausweichen oder eine Leihhenne einer anderen Rasse auswählen. Grundsätzlich sind Italiener-Küken aber leicht großzuziehen. Unter der Wärmelampe wachsen sie schnell und sind von Anfang an aktiv. Besonders bei dieser Rasse ist, dass bei den meisten Farbschlägen das Geschlecht des Nachwuchses schon am ersten Tag erkennbar wird.

Aussehen und Farbschläge

Das Italiener-Huhn könnte wird oft als typisches Bauernhofhuhn bezeichnet. Mit seiner aufrechten Haltung wirkt es stolz und anmutig. An dem robusten lang gestreckten Körper fallen vor allem die gelben Läufe und der gelbe Schnabel auf. Zudem zeichnen sich alle Hühner dieser Rasse durch weiße Ohrscheiben und ein rotes Gesicht aus. Trotz unterschiedlicher Farbschläge sind Kehllappen und Kamm ebenfalls rot gefärbt. Die Tiere weisen entweder einen Einzel- oder einen Rosenkamm auf. Männliche und weibliche Tiere unterscheiden sich bei den meisten Farbschlägen optisch kaum.

Bekannt sind Italiener-Hühner vor allem aufgrund der Vielfalt an verschiedenen Farbschlägen:

  • rebhuhnhalsig
  • goldfarben
  • silberfarben
  • schwarz
  • schwarz-weißgescheckt
  • gelb
  • gestreift
  • kennfarbig
  • blau-rebhuhnhalsig
  • blau-goldfarbig
  • orangehalsig
  • perlgrau-orangehalsig
  • rotgesattelt
  • rot
  • blau
  • weiß
  • weiß-schwarzcolumbia
  • goldbraun-porzellanfarbig
  • blau-weißgescheckt
  • gold-schwarzgesäumt
  • gold-blaugesäumt
  • gold-weißgesäumt

Besonders häufig und weit verbreitet ist der rebhuhnhalsige Farbschlag. Dieser erinnert an die Färbung des Baniva-Huhns, des Urahns unserer heutigen Hühner. Der Hals der Hennen ist dabei goldbraun gefiedert, das restliche Gefieder ist dunkelbraun gefärbt. Die Hähne zeichnen sich durch eine Vielfalt an Farben aus: Sie zeigen verschiedenste Schwarz- und Brauntöne. Außer diesen größtenteils braun gefärbten Tieren gibt es zahlreiche weitere Farbschläge. Diese wurden durch Einkreuzungen von anderen Rassen gezüchtet. Die Vielfalt an Farbschlägen macht die Italiener-Hühner sehr attraktiv als Ausstellungshühner.

Herkunft

Wie der Name schon vermuten lässt, stammen Italiener-Hühner ursprünglich aus Italien und von den italienischen Landhühnern ab. Aufgrund der optimalen Legeleistung waren sie schon bald sehr beliebt und wurden als Nutztiere gehalten. Seit dem 19. Jahrhundert verbreiteten sie sich auch in anderen europäischen Ländern. Über die Alpen wurden sie zunächst nach Österreich gebracht, danach weiter nach Norden.

Die Rasse wurde auch wegen ihres Aussehens geschätzt und es wurden viele verschiedene Farbschläge gezüchtet. Deshalb sind Italiener-Hühner auch heute noch sehr beliebt auf Ausstellungen. In Bezug auf ihre Nutzung wurden sie ein wenig von den Legehybriden verdrängt, weshalb die Zahl sank. Nun gelten sie laut der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen als fast gefährdet und stehen unter Beobachtung.

Züchter*innen

Manuel Bruckmeier
Bergham 2
84347 Pfarrkirchen
Tel.: 01 71 / 1 24 61 01
bruckmeier-manuel@web.de

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blau-weiß-gescheckt Eier Italien schwarz-weiß-gescheckt

Ancona

Steckbrief

  • Herkunftsland: Italien
  • Farbschläge: schwarz-weiß-gescheckt, blau-weiß-gescheckt
  • Eigenschaften: zutraulich, gute Flugfähigkeit, robust, quirlig
  • Gewicht Henne: ca. 2 kg
  • Gewicht Hahn: ca. 3 kg
  • Legeleistung: ca. 220 Eier/Jahr
  • Eiergewicht: ca. 50 g
  • Eierschalenfarbe: cremefarben
  • Zwergform vorhanden: ja

Haltung

Verhalten

Die italienischen Ancona Hühner sind aktive und sehr lebhafte Tiere. Mit ihrer quirligen Art sind sie den ganzen Tag unterwegs und scharren nach Futter. Die aufgeweckten Anconas können aber auch sehr zutraulich werden, wenn ihnen die Besitzer*innen genügend Zeit und Freiraum lassen. Vor allem, wenn Jungtiere schon früh an Menschen gewöhnt werden, kann sich eine enge Beziehung zwischen Hühnern und Halter*innen ausbilden. Ganz handzahm werden Anconas jedoch meist nicht, weshalb sie sich nicht unbedingt als „Schoßhühner“ eignen. Die Hühner sind sehr neugierig und aufgeweckt, manchmal auch ziemlich eigenwillig. Für Anfänger*innen wird diese Rasse daher eher weniger empfohlen. Halter*innen mit Erfahrung werden jedoch ihre Freude haben mit diesen lebhaften und überaus wirtschaftlichen Hühnern.

Platzbedarf und Gestaltung des Auslaufs

Ancona Hühner sind ganztägig aktiv und fast immer in Bewegung. Grundsätzlich stellen sie an ihre Umgebung keine hohen Ansprüche, solange ihr hoher Platzbedarf gedeckt wird. Besonders wohl fühlen sich Anconas im Freien mit ausreichend Raum für Bewegung. Da Hühner dieser Rasse relativ gut fliegen können, muss auf eine sichere Umzäunung geachtet werden. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Hühner überhaupt freilaufen können. Deshalb sind Anconas für eine Haltung in der Stadt meist nicht so gut geeignet.

Die Hühner werden als sehr robust beschrieben, zu tiefe Temperaturen und feuchtes Wetter mögen sie aber nicht so gern. Daher stellt sich ein ständiger Zugang zu einem warmen und geschützten Stall bei Anconas als besonders wichtig heraus. Auch zu beachten ist, dass Hühner dieser Rasse eine abwechslungsreiche Umgebung sehr schätzen. Egal ob Gehege oder Freilauf – Anconas erkunden mit ihrer neugierigen und aufgeweckten Art gerne den Raum um sich herum und sind gerne beschäftigt.

Futter

Anconas haben mit ihrer relativ kleinen Körpergröße und ihrer eher zierlichen Figur keinen allzu hohen Futterbedarf. Als aktive Futtersucher sind sie in der warmen Jahreszeit im Freilauf unterwegs und scharren selbstständig nach Würmern, Insekten und Pflanzenresten. So müssen die Halter*innen kaum zufüttern, solange die Hühner Zugang zu einer ausreichend großen Freifläche haben. Insofern wird dem Ancona-Huhn eine hohe Wirtschaftlichkeit zugeschrieben.

Wirtschaftlichkeit und Legeleistung

Anconas gelten als optimale Legerasse mit ausgesprochen hoher Legeleistung: Bis zu 220 Eier pro Jahr legen die Hennen bei guter Pflege. Grundsätzlich kann auch das Fleisch verzehrt werden, aber Anconas können nicht als typische Fleischrasse bezeichnet werden. Stattdessen gehören sie zu den beliebtesten Legerassen in Europa, die auch aufgrund ihrer hohen Wirtschaftlichkeit geschätzt werden. So entstehen relativ wenig Kosten für Futter, da bei Haltung im Freien kaum zugefüttert werden muss. Außerdem können Anconas bei geeigneten Haltungsbedingungen 8 Jahre oder sogar älter werden und die Legeleistung nimmt nur langsam ab.

Küken

Im Allgemeinen kann gesagt werden, dass der Bruttrieb bei Anconas eher schwach ausgebildet ist, deshalb wird zur Kunstbrut geraten. Oft wird auch gemeint, dass die Hennen im Vergleich zu anderen Rassen nicht gut brüten. Allerdings zeigt sich meist, dass sie, sobald die Küken geschlüpft sind, durchaus gute Mütter sind. Die kleinen Anconas wachsen recht schnell und sind von Anfang an lebhaft und aktiv. Bei guter Pflege und viel Halterkontakt werden die Küken schnell zutraulich, aber, wie schon oben erwähnt, nicht komplett handzahm. Nehmen sie sich überhaupt nicht sehr viel Zeit für die Küken, gewöhnen sich die Tiere zwar an die Halter*innen, bleiben aber eher distanziert.

Aussehen und Farbschläge

Anconas zeichnen sich durch ihr schwarz-weißes Gefieder und ihre auffallenden unbefiederten, gelben Läufe aus. Wie andere Legehühner weisen sie einen länglichen, eher schlanken Körper auf. Die Hähne präsentieren sich mit langen dunklen Schwanzfedern. Männliche und weibliche Anconas zeigen die typischen weißen Ohrlappen und einen strahlend roten Kamm, der bei legenden Hennen leicht auf die Seite geneigt ist. Neben der häufigeren Variante eines Einzelkamms tritt seltener auch ein Rosenkamm auf.

Der schwarz-weiß-gescheckte Farbschlag der Anconas gilt als ursprünglicher. Interessant hierbei ist, dass die jungen Tiere ein fast vollständig schwarzes Gefieder aufweisen. Mit jeder Mauser werden aber die weißen Flecken größer, bis das Gefieder der älteren Tiere deutlich heller gefärbt ist. Neben dem schwarz-weiß-gescheckten Farbschlag gibt es mittlerweile auch Züchtungen mit blau-weiß-gescheckter Färbung. So ergeben sich folgende verbreitete Farbschläge:

  • schwarz-weiß-gescheckt
  • blau-weiß-gescheckt

Der zweitgenannte Farbschlag wird allerdings nicht in allen Zuchtverbänden als Rassestandard anerkannt.

Herkunft

Wie der Name schon sagt, stammen Anconas aus der gleichnamigen italienischen Provinz an der Adria. Sie gelten als sehr alte Landhuhn-Rasse, die vor allem enge Beziehungen zum Leghorn aufweist. Oftmals wird das Ancona Huhn aus diesem Grund auch „Schwarzes Leghorn“ genannt. Als sehr produktive und legefreudige Rasse wurden die Anconas im 19. Jahrhundert von Briten mit in ihre Heimat genommen. Von dort aus begann der Siegeszug dieser Hühner. Von England ausgehend wurden die Anconas in verschiedenste europäische Länder und auch in die USA exportiert. Bis heute gehört das Ancona Huhn aufgrund seiner großen Legeleistung von bis zu 220 Eiern pro Jahr mitunter zu den beliebtesten Legerassen, auch über seine ursprüngliche Heimat Italien hinaus.