Leukose

Bei einer Leukose handelt es sich um eine bei Hühnern, aber auch anderen Tieren, weit verbreitete Viruserkrankung. Betroffen sind in erster Linie junge Hühner, meist im Alter von 6 bis 10 Monaten. Die Krankheit kann alle Organe befallen und hat sehr unspezifische Symptome. Für Leukose sind leider keine heilende Behandlung und kein wirkender Impfstoff bekannt. Einige Maßnahmen können aber vorbeugend ergriffen werden, um diese Erkrankung so gut wie möglich zu verhindern.

Ursache

Auslöser einer Leukose ist das Aviäre Leukosevirus (ALV), das das blutbildende System der Hühner befällt. Zudem können krebsartige Tumore im Bereich von Leber, Milz und Niere ausgelöst werden. Bei erkrankten Tieren konnte eine stark vergrößerte und hell gefleckte Leber erkannt werden. Ebenso wurden Veränderungen am Herzen beobachtet. Oftmals geht eine Leukose durch die Schwächung des Immunsystems mit weiteren Infektionen, beispielsweise Pilzbefall einher.

Gefährdet sind vor allem Jungtiere, da eine Leukose verstärkt im ersten Lebensjahr auftritt. Meist sind mehr Tiere infiziert. Doch nicht bei allen bricht die Krankheit mit ihren Symptomen aus. Grundsätzlich verbreitet sich das Virus sehr schnell. Entweder geschieht dies über Körperkontakt oder sogar über Bruteier. Oftmals erfolgt ein Ausbruch der Krankheit erst einige Monate später. Dies erschwert häufig ein frühzeitiges Erkennen.

Symptome

Es fällt schwer, ein typisches Erkrankungsbild einer Leukose zu beschreiben, da die Symptome sehr uncharakteristisch sind. Zudem ist der Verlauf meist langsam und unauffällig. Mögliche Erkennungszeichen können sein:

  • Mattigkeit
  • Abmagerung
  • Durchfall
  • abnehmende Nahrungsaufnahme
  • blasses Gesicht
  • Entfärbung von Kamm und Kehllappen
  • Stillstand der Legetätigkeit
  • seltener auch Lähmungserscheinungen

Beachten müssen Halter*innen: Keines dieser Symptome oder auch eine Kombination mehrerer Symptome muss automatisch für eine Leukose sprechen. Wie schon vorhin erwähnt, ist das Erkrankungsbild sehr unspezifisch. Um frühzeitig einzugreifen, wird allerdings empfohlen: Tiere mit Anzeichen sofort von einem/r Tierärzt*in kontrollieren lassen!

Maßnahmen

Gegen Leukose gibt es derzeit keine wirksame vorbeugende Impfung. Auch sonstige heilende Therapiemaßnahmen sind leider nicht bekannt. Um der ansteckenden Erkrankung ein Ende zu setzen, gibt es nur zwei Optionen: Entweder wird sofort der ganze befallene Bestand getötet und dann mit gesunden Tieren ein Neustart gesetzt. Oder, vor allem, wenn es sich um sehr wertvolle Hühner handelt: Eventuell können auch nur die eindeutig erkrankten Tiere getötet werden. Danach müssen die anderen Hühner jedoch genauestens beobachtet und im Zweifelsfall ebenfalls getötet werden. Im Anschluss sollte der Stall gründlichst gereinigt und desinfiziert werden. Erst dann können neue Hühner einziehen.

Um dennoch möglichst viel gegen einen Ausbruch der Leukose tun zu können, gibt es einige Hinweise zu beachten. Als zentral erweisen sich in erster Linie strenge Hygienemaßnahmen. Denn vor allem Kot und Speichel ermöglichen eine Übertragung. Auch genaue Richtlinien bei der Brut können der Ausbreitung von Leukose entgegenwirken. Küken sollten Züchter*innen getrennt von den älteren Tieren aufziehen. Zudem sollten sie Familien von der Zucht ausschließen, bei denen häufiger Leukose aufgetreten ist. Es gibt einige natürliche Mittel, mit denen eine Heilung versucht wird. Bestätigt werden konnte deren Wirksamkeit aber nicht.