Tuberkulose

Allgemeines

Bei der Tuberkulose bei Geflügel handelt es sich um eine chronische oder akute Infektionskrankheit, die sich seuchenartig ausbreitet. Für den Befall kann es viele Gründe geben, z.B. unhygienische Ställe. Die Bakterien sind widerstandsfähig, weshalb sich die Krankheit sehr lange hinziehen kann und oft unbemerkt bleibt. Die verursachenden Mykobakterien werden durch Kot, Wasser oder infiziertes Futter weitergegeben. Betroffen sind überwiegend Bestände mit älteren Hühnern. Außerdem steigt die Ansteckungsgefahr, da sich die Hühner bewegen und Kotreste verteilen. Hühner sind besonders empfänglich, gefolgt von Tauben, Greifvögeln und Wassergeflügel.

Symptome

Die Symptome der Tuberkulose treten sehr spät auf, weshalb es oft zu spät ist und der Großteil oder alle Tiere bereits infiziert ist/sind. Durch Leber-Milzriss treten innere Blutungen auf, die einen scheinbar plötzlichen Tod verursachen können.

  • Abmagerung
  • struppiges Gefieder
  • gelber/grüner Kot
  • Durchfall
  • langsame Reaktionen
  • lahmer Gang
  • Eiter- und Geschwürknoten an Leber und Darm
  • blasse Kehllappen und Kämme
  • ausbleibende Legetätigkeit

Diagnose

Diese Krankheit wird durch eine Tuberkulinprobe, die von einem Tierarzt/einer Tierärztin durchgeführt wird, erkannt. Infizierte Tiere müssen sofort geschlachtet werden, in den meisten Fällen sogar der gesamte Bestand. Danach muss der Stall und die Freifläche gründlichst desinfiziert werden. Im Auslauf muss die oberste Schicht mit 15cm abgetragen werden. Des Weiteren muss der Auslauf für ein bis drei Jahre gemieden werden, weshalb eine Haltung direkt danach nicht möglich ist.

Bei direkter Einstrahlung der Sonne stirbt der bakterielle Erreger jedoch schnell ab. Leider rettet das die Situation in den meisten Fällen aber nicht. Die Bekämpfung ist außerdem staatlich geregelt. Je nach Erregerstamm kann die Krankheit auch für den Menschen gefährlich und ansteckend sein, weshalb damit nicht zu leichtsinnig umgegangen werden sollte.