Malaien

Malaien Malaien

Bilder: Werner Lamkemeyer

Wir im Sonderverein Deutscher Malaienz├╝chter besch├Ąftigen uns mit der ├Ąltesten Haushuhnrasse, den Malaien. Diese verk├Ârpern den sogenannten orientalischen Typ, der auch „malaioid“ genannt wird. Alle Haush├╝hner, die gelbes Hautpigment und rote Ohrlappen besitzen, sind mit diesem Typ stark verwandt. Durch Malaieneinkreuzungen in hiesige Landschl├Ąge erzielte man den Winterlegertyp sowie gr├Â├čere Schlachtk├Ârper.

Malaien sind die gr├Â├čte und schwerste H├╝hnerrasse und k├Ânnen aus sich heraus bestehen ohne dauernde Einkreuzungen einer anderen Rasse, die evtl. „frisches“ Blut einschleust. Malaien sind durch die erste farbige Abbildung eines Huhnes in Deutschland belegt, und zwar durch ein ├ľlgem├Ąlde (├ľl auf Buchenholz) von Ludger Tom Ring, 1570 in Frankfurt gemalt. Dieses Gem├Ąlde zeigt ein Stilleben mit einer gerupften Malaienhenne im Zentrum des Bildes. Es hei├čt: „Hochzeit von Kanaa“, weil eine biblische Szene als Bild im Bild als Ruhigstellung der katholischen Kirche das Prasser-Stilleben, das Lebensmittel zeigt, eingef├╝gt wurde.

Durch die lange Zucht in Menschenhand, seit ca 5000 Jahren, sind die Malaien durch Selektion recht zahm und den Menschen zugetan. Sie ben├Âtigen die menschliche Zuwendung, um gut zu gedeihen. Sie sind aber auch noch in der Lage, durch ihre hohe Intelligenz, Gr├Â├če, und Kraft als halbwildes Haushuhn in der Heimat in der N├Ąhe von primitiven H├╝ttend├Ârfern zu ├╝berleben. Im Gro├čraum Indien und dem indomalaiischen Archipel sind sie recht zahlreich anzutreffen, oft sehr rein im Blut und seit Generationen in ein und derselben Familie gez├╝chtet.
Hier in Deutschland sind wir von dieser kulturellen Rasse fasziniert, wer einmal diese Tiere richtig kennengelernt hat, z├╝chtet sie weiter bis an sein Lebensende.

Das Merkmal der Malaien ist seine Dreibogenlinie, die aus Hals-, R├╝cken-, und Schwanzbogen besteht. Auch der eigent├╝mliche Wulstkamm, der wie eine Erdbeere aussieht und die K├Ârperform der Tiere ist unverwechselbar.

Dieser Bericht über Malaien stammt von Werner Lamkemeyer, dem Vorsitzenden, des SV Deutscher Malaienzüchter.